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Schulische Prävention im Team - PIT-Brandenburg

Wie können jugendliche Mädchen und Jungen den Versuchungen von Drogen und Alkohol widerstehen oder körperliche Gewalt verhindern?

Jugendliche zu befähigen, Gefahren vorzubeugen und ihnen selbstbewusst und stark zu begegnen, verlangen sowohl die brandenburgische Landesverfassung als auch das Schulgesetz. Zur Unterstützung der Lehrkräfte und anderen pädagogischen Fachkräfte bei dieser Aufgabe hat nun das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg die Publikation „Schulische Prävention im Team (PIT)" auf Grund der hohen Nachfrage ein zweites Mal im Auftrag der Landesregierung aufgelegt.

Die Publikation richtet sich an Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Eltern und weitere Interessierte. Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit der ganzen Spannbreite der Prävention: So beispielsweise mit der Vorbeugung von Gefahren für die Gesundheit, die Freiheit, das Leben und das Eigentum.

Anliegen der Broschüre „Schulische Prävention im Team" ist es, die Schulen bei ihren präventiven Maßnahmen durch die Bündelung und Koordinierung von Ressourcen zu unterstützen und sie gleichzeitig mit neuen Impulsen zu versehen. Den Lehrkräften wird so die Möglichkeit gegeben, kompetente Partner einzubeziehen, die u. a. Gewalt, Sucht, Verkehr, Persönlichkeitsentwicklung, Rechtspädagogik, Verbraucherschutz etc. thematisch behandeln können. Somit werden über die Partnerschaft Schule, Eltern und Polizei hinaus alle relevanten schulischen Präventionspartner systematisch eingebunden.

„Schulische Prävention im Team" verfolgt ein neues, ganzheitliches Präventionskonzept. Damit sollen Schulen dabei unterstützt werden, Heranwachsende für unterschiedliche Lebenslagen durch die Aneignung von Lebenskompetenz, z. B. durch Selbstbewusstsein, fit zu machen. Die Fähigkeit zu kommunizieren und Konflikte zu lösen soll bei den Kindern und Jugendlichen besser entwickelt werden. Die Schulen werden unterstützt, auf gesellschaftliche Entwicklungen wie die Zunahme von Gewaltbereitschaft, den Einfluss des Rechtsextremismus und den Umgang mit Drogen adäquat zu reagieren. Schulen sollen Lösungswege zur Vorbeugung aufgezeigt werden. „Prävention im Team" soll die Lehrkräfte bei ihrer unterrichtlichen Arbeit im Fach sowie fachübergreifend und fächerverbindend bei der Behandlung übergreifender Themen unterstützen. Auf der CD-ROM finden Sie zu jedem Präventionsfeld neben einer Analyse, Anregungen und Materialhinweise für den Unterricht sowie konkrete Kontaktmöglichkeiten zu den jeweiligen Fachleuten.

Die Publikation beschreibt schulische Umsetzungskonzepte der Prävention im Land Brandenburg sowie eine CD-ROM, die Informationen zu den einzelnen Präventionsfeldern enthält. Die für das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg tätigen Berater, u. a. für übergreifende Themenkomplexe und Schulentwicklungs- und Evaluationsberater, Lernberater, werden diese Publikation in Fortbildungsveranstaltungen einsetzen und so gezielt vorstellen, damit der Umgang mit der Konzeption deutlich wird und in die Schulprogrammarbeit eingebunden wird.

Die Erarbeitung der Publikation wurde durch den Landespräventionsrat finanziell unterstützt. An der Erstellung der Broschüre wirkten neben dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) das Ministerium des Innern (MI), das Landeskriminalamt (LKA), der Landespräventionsrat (LPR), das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF), das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung (MIR), das Ministerium der Justiz (MdJ) und das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) mit. Weitere Experten aus den Bereichen: „Demokratie", „Gesundheit", „Medien", „Mobilität", „Ökologie" und „Recht" unterstützen und berieten das Team bei der Erarbeitung. Des Konzept zur schulischen Umsetzung wurde mit den Fachleuten, aber auch Praktikern aus den Schulen und dem Beratungssystem vor der Drucklegung diskutiert.

Allgemeines Ziel von Prävention ist, Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, später eigenverantwortlich und sachgerecht mit Konflikten sowie Problemen umzugehen und Lebensaufgaben konstruktiv zu lösen. Bevor also intervenierendes Eingreifen notwendig wird, sollen Einstellungs- bzw. Verhaltensänderungen bewirkt werden. Weil Prävention auf gefährliche gesellschaftliche Entwicklungen wie die Zunahme von Gewaltbereitschaft, den zunehmenden Einfluss des Rechtsextremismus, die Verbreitung und die gesellschaftliche Akzeptanz von Drogen Antworten finden muss, reicht sie weit über die bloße Sachinformation und Aufklärung hinaus.

Herausgeber: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Fachliche Verantwortung: Ulrike Kahn
unter Mitarbeit von: Boris Angerer, Ralf Dietrich, Beate Fritz, Angelika Meinz, Hermann Zöllner, Lothar Zscheile

Einzelexemplare der Publikation erhalten Adressaten aus Berlin und Brandenburg kostenlos.

Bestellungen richten Sie bitte an:
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
Adelheid Fürstenau
14974 Ludwigsfelde
E- Mail: adelheid.fuerstenau@~@lisum.berlin-brandenburg.de

Wir senden Ihnen eine Rechnung über eine Schutzgebühr. Sobald der entsprechende Betrag bei der Landeshauptkasse eingegangen ist, wird die Publikation in der entsprechenden Anzahl verschickt.

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Redaktionell verantwortlich: Heike Haseloff, LISUM