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Konzeptionelle Grundlagen und methodische Hilfen für den Rechtschreibunterricht: Schreiben lernen, Schreiblernmethoden und Rechtschreiben lernen in der Grundschule

Konzeptionelle Grundlagen und methodische Hilfen für den Rechtschreibunterricht: Schreiben lernen, Schreiblernmethoden und Rechtschreiben lernen in der Grundschule

In der aktuellen Diskussion über den Grundschulunterricht sind vor allem die Rechtschreibleistungen in die Kritik geraten. Diese bilden deshalb den Schwerpunkt dieser Veröffentlichung. Dabei ist aber im Blick zu behalten, dass Schriftsprachkompetenz weit mehr umfasst, z. B. die Fähigkeit, gedanklich klare und verständlich geschriebene Texte zu verfassen oder Texte anderer rasch und mit Verständnis zu lesen. Diese Fähigkeiten müssen im Unterricht auch weiterhin im Vordergrund stehen. Die Rechtschreibung hat ihnen gegenüber eine ausdrücklich dienende Funktion.

Angesichts der in der Gesellschaft gewachsenen schriftsprachlichen Anforderungen sind die Kompetenzen (zu) vieler Schülerinnen und Schüler und Erwachsenen unzureichend. Die empirischen Befunde fallen aber je nach Teilkompetenz, nach Altersgruppe und Stichprobe unterschiedlich aus. Im historischen Vergleich sprechen sie gegen einen „Leistungsverfall“, vor allem gegen eine Rückkehr zu angeblich „bewährten Methoden“. Der Breite der aktuellen Anforderungen wird auch von den derzeit propagierten Methoden keine allein gerecht, auch wenn jeder Ansatz einen wichtigen Aspekt aufnimmt.

Deshalb erbringen die empirischen Methodenvergleiche auch keinen eindeutigen Favoriten. Vor allem streuen die Lernerfolge innerhalb der Methoden breiter als die durchschnittlichen Unterschiede zwischen ihnen. Das heißt: Kompetente Lehrerinnen und Lehrer können auf ganz unterschiedliche Weise erfolgreich sein. Das gilt allerdings nur unter drei Voraussetzungen.

Grundlage eines erfolgreichen Schriftspracherwerbs ist die Einsicht in das alphabetische Prinzip. Wörter, z.B. in eigenen Texten, lautgerecht zu verschriften ist dafür ein guter Weg. Das gilt auch für Kinder mit ungünstigen Voraussetzungen. Gleichzeitig sollte Kindern von Anfang bewusst gemacht werden, dass es eine vereinbarte Rechtschreibung gibt. Dies gelingt aber nur über gezielte Herausforderungen, Modelle und Rückmeldungen – und wenn der Unterricht für das selbstständige Lernen geeignete Verfahren und Hilfen vermittelt. Einige besonders wichtige sind mit Bezug auf das Vier-Säulen-Modell im letzten Kapitel zusammengestellt und um Hinweise auf Aufgaben zur begleitenden Lernbeobachtung ergänzt worden. Einen eigenen Schwerpunkt bilden Anregungen, wie auch ein lehrgangsgebundener Unterricht für die Unterschiede zwischen den Kindern und ihre individuellen Lernbedürfnisse geöffnet werden kann.

September 2014
ISBN: 978-3-944541-18-1
Autorin und Autor: Erika Brinkmann in Zusammenarbeit mit Hans Brügelmann
Umfang: 48 Seiten

Als Download finden Sie die Broschüre auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg (bbb)

Cover_Konzeptionelle_Grundlagen_Rechtschreibunterricht.jpg

Redaktionell verantwortlich: Heike Haseloff, LISUM